Je besser die beschriebenen Bilder – desto erfolgreicher das Bewerbungsschreiben

„Ich denke nicht, dass Kollege Maier zu viel trinkt.“ Mal ehrlich, was sehen Sie vor Ihrem inneren Auge? Einen abstinent erscheinenden Asketen oder doch viel mehr einen Schluckspecht? Der Säufer ist es! Unser Gehirn ist nämlich ein unterhaltsames Organ. Es hat Freude am Kopfkino. Auch wenn man Sie eindringlich darum bittet, nicht an einen rosa Elefanten zu denken. Bevor Sie diesen Gedanken auch nur verwerfen können, war er erst mal da und hat einen wunderschönen rosaroten Elefanten vor Ihr inneres Auge gebeamt.

Fehlende Lösungen sind oft das Problem

Die Köpfe der Personalentscheider funktionieren genauso.

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Duzen oder Siezen?

Stellenanzeigen wie sie zum Beispiel bei Firmen aus dem skandinavischen Kulturkreis (H&M, Ikea) Gang und Gäbe sind, verunsichern meine Klienten regelmäßig. „Deine Aufgaben“ und „Dein Profil“ werden dort beschrieben, „bewirb dich und gib deine Gehaltsvorstellungen an“ heißt es außerdem. Und wie bewirbt man sich nun da, lautet die gern gestellte Frage an mich. Die Siezform ist die gewohnte – erscheint aber unpassend. Das Duzen in einer Bewerbung hingegen ist ungewohnt.

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Raumgreifende Änderungen

Ich bin seit neuestem Systemischer Coach…

Das letzte Jahr war turbulent. Das liegt in erster Linie an meiner Weiterbildung zum Systemischen Coach, die ich von Oktober 2017 bis September 2018 absolvierte. Damit erweiterte ich nicht nur mein Handwerkszeug und meinen beruflichen Horizont, sondern reflektierte auch mich als Jobcoach und Karriereberater intensiv.

…will mich mehr um Kopfarbeiter und Kreative kümmern…

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Mut zum Scheitern

Der Job war schon so gut wie sicher. Der Arbeitsvertrag zwischen dem Firmenchef und seinem neuen Key Account Manager schien nur noch eine Formsache zu sein. Und da der Inhaber des seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Unternehmens auch zu seinen Mitarbeitern ein familiäres Verhältnis pflegte, bot er an: „Kommen Sie doch zur Unterzeichnung des Vertrags heute abend zu mir. Wir begießen den Vertrag bei einem schönen Essen. Ich lade Sie gerne ein. Bringen Sie doch auch Ihre Frau mit.“ Der Bewerber bedankte sich höflich für die Einladung, die er auch sehr gerne annehmen wollte – allerdings ohne Frau, denn er lebte zu der Zeit gerade in Scheidung.
Das war’s dann mit dem Job. Denn der Unternehmer war ein gläubiger Mann, für den Scheidung eine große Sünde bedeutete. Sünder stellt er nicht ein.
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Der Gastwirt. Ein Plädoyer für den wichtigsten Beruf der Welt

„Wer nichts wird, wird Wirt.“ Selten erschien mir eine Lebensweise empörender als diese, deren lautmalerischer Klang ihren inhaltlichen Nihilismus niemals entschuldigt, denn hier wird ungehörigerweise ein ganzer Berufsstand als unbedeutend geschmäht. Dabei ist der Wirt mehr als nur ein Beruf; er ist ein Königsberuf, in dem Psychologen, Juristen, Kaufleute und Dienstleistungsprofis aufgehen. Würde diese Liste Gegenstand einer Jobbeschreibung – auf dem ganzen Arbeitsmarkt fände sich keine Person, die diese Kompetenzen erfüllt und der Fachkräftemangel erreichte eine neue Dimension.

Übertrieben? Pfeifendeckel, hier sind die Belege:
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