Hanns Dieter Hüsch als Vorbild für ein selbstbewusstes Leben (ein verkappter Werbetext für den ProfilPASS)

„Heute weiß ich, dass man wirklich nur das lernen und studieren soll, was einen begeistert. Dann nimmt man auch alle Schwierigkeiten und Strapazen auf sich, denn dann sieht man das Ziel (…). Das Auge leuchtet, wenn man mir was zeigt, was ich noch nie gesehen, aber geahnt, gefühlt habe“.

Erkenntnisse des Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch. Er gewann diese Einsicht während seines Medizin-Studiums, das ihm keinen Spaß gemacht hatte.

Ganz im Gegensatz zum Dasein als Spaßmacher, zu dem er sich  schon als Kind berufen fühlte, wovon er ausführlich in seiner Autobiografie „Du kommst auch drin vor“ schreibt.

Etwas Anständiges lernen und früh die Lebenskrise vorbereiten

In der Autobiografie „Du kommst auch drin vor“ erklärt er, dass das Medizinstudium der Wunsch der Eltern gewesen sei. Der Bub sollte eben etwas Anständiges lernen. Das war kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Andere Zeiten – könnte man meinen!Bild

Neulich rief mich eine Gymnasiallehrerin an. Ob ich nicht als Kompetenz-Experte der Schule für einen Vormittag zur Verfügung stehen könnte, um den Schülern eine wenig über Kompetenzen, Talente und Berufe zu berichten. Die Oberstufenschüler seien schrecklich desorientiert. Vielfach raten die Eltern dann zum Jura-Studium, weil es der Onkel Fritz mit seiner Rechtsanwaltskanzlei doch auch ganz gut getroffen habe.

Soweit, so entsetzlich. Jura, BWL und Lehramt – neben den wirklichen Talenten zum Rechts-, Wirtschafts- oder Lehrwesen locken die Massenstudiengänge auch massenweise unwissentlich zur Selbstzerstörung Neigende an. Dumm nur, dass sich diese Selbstzerstörung erst in der Midlife-Crisis oder beim ersten Burn-Out zeigt, denn die Frustrierten sind dafür besonders anfälligt, weil sie bis dahin jahrzehntelang kaum berufliches Glück erfahren haben und somit unglücklich sind. Man lebt nur einmal und sollte idealerweise sein eigenes Leben und nicht das seiner Eltern oder von Onkel Fritz führen.

Talentbewusstsein kommt vor der Berufswahl – der ProfilPASS als geeignetes Hilfsinstrument

Hanns Dieter Hüsch hat diese Einsicht gewonnen und rechtzeitig die Reißleine gezogen. Ihm war sein komödiantisches Talent aber bewusst, weshalb er zielorientiert seinen beruflichen Weg gehen konnte. Viele Menschen sind heute aber schon unsicher, wenn sie ihre Talente benennen sollen. Deshalb sei hier einmal der ProfilPASS vorgestellt. Mit dieser vom Institut für Erwachsenenbildung entwickelten Methode, erarbeitet der Rat Suchende seine Kompetenzen und Fähigkeiten biografisch und selbstreflektorisch. Er wird durch alle relevanten Handlungsfelder seine Lebens geführt, neben der Arbeit und Ausbildung gehören dazu auch Hobby, Familie, besondere Lebenssituationen und soziales Engagement. Manch einem fällt auf, dass er als mehrmaliger Klassensprecher, Vereinsvorsitzender und Fußballtrainer offenbar immer wieder in Führungspositionen gebeten wird. Eine andere Person ist im jugendlichen Alter nach Deutschland eingewandert (besondere Lebenssituation) und hat bei Schüleraustauschen bemerkt, dass sie sich sehr leicht im Umgang mit wieder anderen Kulturen tut und auch mit Leichtigkeit fremde Sprachen lernt. Ein anderer spielt Theater und schreibt sogar Stücke. Für seine kleinen Geschwister stellt er immer das familieneigene Ferienprogramm zusammen und in der Jugendgruppe fährt er als Betreuer mit. Ein kreativ-pädagogischer Geist.

Wer immer auf die gleichen Kompetenzen unter verschiedenen Umständen stößt, entwickelt Selbstbewusstsein über sein persönliches, methodisches und fachliches Profil. Das hilft bei der Berufswahl und auch bei späteren Bewerbungen, weil man dank der Beschäftigung mit sich zahlreiche Belege für seine Schaffenskraft parat hat.

So wie Hanns Dieter Hüsch, der früh erkannt hat, was er kann und was er will. Er kann sogar ein Lied davon singen.

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