Intelligenz ohne Berufung: von einer schillernden Gestalt

Sandra Maischberger hatte in ihrer Sendung Menschen bei Maischberger diese Woche Menschen zu Gast, deren Leben von ungewöhnlichen Kapriolen begleitet war. Ganz rauf, ganz runter. Das Thema interessiert mich persönlich.

Und weil er aus dem Promi-Big-Brother-Container mittlerweile wieder raus- und in den Dschungel noch nicht reingelassen wurde, hatte auch Ronald Barnabas Schill Zeit, um mit Frau Maischberger über dieses Thema zu sprechen. Die Quintessenz seiner Talkbeiträge: Aus ihm hätte durchaus etwas werden können.

Frauen, Waffen und keine Visionen

Schill hatte ein Einser-Abitur. Die Hindernisse des Numerus Clausus waren für ihn nie ein Thema. Deshalb studiert er Medizin. „Weil ich es kann“, gab er stolz-arrogant in der Talkshow kund. Er machte es aber nicht zu Ende. Psychologie machte er auch nicht zu Ende. Wohl aber Jura. Da sei er letztlich hängen geblieben. Der Abschluss war wohl auch nicht der schlechteste, sonst wäre er nie Richter geworden. Danach wurde er Innensenator mit ganz vielen Leibwächtern, die er aber bei privaten Anlässen abschüttelte, weil  sie ihn störten. Bei diesen privaten Anlässen ließ er sich lieber von Frauen begleiten und von sich selbst bewachen. Stolz-arrogant erzählte er von der Waffe, die er bei desen Anlässen zu seinem  Schutz trug. Die Berufe des Innensenator und des Richters brachte Sandra Maischberger sichtlich angewidert mit Schills Charakter nicht zusammen.

Das Problem ist, dass sich Schill offenbar nie mit seinem Charakter  beziehungsweise seiner Persönlichkeit auseinandergesetzt hat. Interessen, Motive, Visionen. All das sind wichtige Aspekte, die gerade in der Phase der Berufsorientierung hilfreich sind, um seine beruflichen Weichen zu stellen. Dass sich Schill dahingehende Fragen selten stellt, gab er indirekt zu, als ihn  Sandra Maischberger nach seinen Motiven fragte, die ihn in den Big-Brother-Container geführt haben. Es sei der schnellste Weg gewesen, viel Geld zu verdienen. Geld, das er für seinen Lebensstil in Rio de Janeiro braucht. Und seine grundsätzlichen Motive: „Ich wollte immer ein interessantes Leben führen.“

Ein Kotzbrocken ohne Lebensinhalt

Schill hat sich offenbar nie selbst verwirklicht. Das erklärte, warum er sich bei den brasililanischen Frauen nur mit Geld interessant machen kann. Nur so ist er jemand. Das erklärt, warum er sich als Richter so gerne gnadenlos präsentierte. Hier konnte er Macht ausspielen, hier war er jemand. Das erklärt, warum er seinen Bürgermeister mit dessen Homosexualität öffentlich erpressen wollte. Damit wollte er Macht ausspielen, da wollte er jemand sein. Das letztbeschriebene Machtspiel bezahlte er mit dem Amtsverlust.

Groß sein, in dem man andere klein macht, müssen nur die, die selbst keine Größe haben. Wenn Ronald Barnabas Schill sich nicht permanent wie ein widerlicher Kotzbrocken benehmen würde, könnte er einem fast leid tun.

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