Teamfähigkeit – was ist das?

Teamfähigkeit – ein Wort, das in nahezu keiner Stellenanzeige fehlt. Deshalb ist es auch ein Wort, das in nahezu keinem Bewerbungsanschreiben fehlt. Und es ist genau dieses Wort, dessen Verzicht ich in nahezu jeder Bewerbungsberatung nahelege. Denn es sagt nichts über die Person aus.

Beschreiben Sie die Rollen, die Sie spielen können…

Wenn Unternehmen sich in ihren Ausschreibungen teamfähige Bewerber wünschen, meinen sie eigentlich die Fähigkeit zur Anpassung und Entfaltung. Sie erwarten vom neuen Mitarbeiter, dass er die Firmenkultur akzeptiert und das Team optimal ergänzt. Wer seine Teamfähigkeit beschreiben will, sollte zuerst reflektieren, welche Rollen er bisher in Teams gespielt hat.

Da gibt es die Kümmerer, die aus eigenem Antrieb heraus Informationsdefizite und Organisationsmängel beheben. Ähnlich veranlagt ist die gute Seele des Betriebes. Ihr gelingt es stets – gerade in stressigen oder krisengeplagten Zeiten -, eine positive und damit auch produktive Atmosphäre zu schaffen. Für Produktivität sorgt auch der vermittelnde Charakter, der gerade für neue Mitarbeiter, Azubis und Praktikanten oft eine Mentorenrolle einnnimmt und ansonsten auch ein idealer Streitschlichter und Konfliktmanager ist. Kooperativ und konstruktiv zugleich arbieten koordiniernde Kollegen. Sie äußern Kritik an Fehlern mit Respekt, ohne das der Kritisierte das Gesicht verliert, und vergessen auch nicht das Lob. Sie geben ideale Teamleiter ab. Und was wäre so ein Team ohne kreative und inspirierende Köpfe? Arm an Ideen!

…und Ihre Bewerbung gewinnt an Selbstbewusstsein und Aussagekraft

Die Beschreibung des Beitrags, mit dem das Team bereichert werden kann, macht die Bewerbung aussagekräftig. Bewerber, die dergestalt begreifbar formulieren, wirken selbstbewusst. Sie zeigen, dass sie den Platz kennen, auf dem sie sich optimal entfalten.

Letztlich funktioniert ein Firmenteam ähnlich wie eine Fußballmannschaft. Damit das Fußballteam erfolgreich ist, müssen die einzelnen Mitglieder auf ihren jeweiligen Positionen das Beste geben: Offensiv Veranlagte schießen Tore, defensiv Veranlagte halten Bälle vom eigenen Tor fern und deren Schwächen gleicht spätestens der Torwart aus. Die sportlichen Talente werden auf dem Spielermarkt den Rollen entsprechend gehandelt. Ein „flinker, linker Verteidiger“ oder „nervenstarker, hochkonzentrierter Torwart“ machen sicherlich die bessere Karriere als ein „guter Fußballer.“ Das wäre ja das gleiche wie ein „teamfähiger“ Bewerber.

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