Mut zum Scheitern

Der Job war schon so gut wie sicher. Der Arbeitsvertrag zwischen dem Firmenchef und seinem neuen Key Account Manager schien nur noch eine Formsache zu sein. Und da der Inhaber des seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Unternehmens auch zu seinen Mitarbeitern ein familiäres Verhältnis pflegte, bot er an: „Kommen Sie doch zur Unterzeichnung des Vertrags heute abend zu mir. Wir begießen den Vertrag bei einem schönen Essen. Ich lade Sie gerne ein. Bringen Sie doch auch Ihre Frau mit.“ Der Bewerber bedankte sich höflich für die Einladung, die er auch sehr gerne annehmen wollte – allerdings ohne Frau, denn er lebte zu der Zeit gerade in Scheidung.
Das war’s dann mit dem Job. Denn der Unternehmer war ein gläubiger Mann, für den Scheidung eine große Sünde bedeutete. Sünder stellt er nicht ein.
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Der Gastwirt. Ein Plädoyer für den wichtigsten Beruf der Welt

„Wer nichts wird, wird Wirt.“ Selten erschien mir eine Lebensweise empörender als diese, deren lautmalerischer Klang ihren inhaltlichen Nihilismus niemals entschuldigt, denn hier wird ungehörigerweise ein ganzer Berufsstand als unbedeutend geschmäht. Dabei ist der Wirt mehr als nur ein Beruf; er ist ein Königsberuf, in dem Psychologen, Juristen, Kaufleute und Dienstleistungsprofis aufgehen. Würde diese Liste Gegenstand einer Jobbeschreibung – auf dem ganzen Arbeitsmarkt fände sich keine Person, die diese Kompetenzen erfüllt und der Fachkräftemangel erreichte eine neue Dimension.

Übertrieben? Pfeifendeckel, hier sind die Belege:
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Der Bewerbungsberater warnt….

…vor schlechten Bewerbungsratgebern, und zwar folgendem: Diese Trickersereien sind bei Bewerbungen erlaubt.

Konkret warne ich vor den letzten beiden Tipps im Video (im Übrigen ein arger Euphemismus für diese unkreative Collage von Symbolbildern):

  • Lücke im Lebenslauf? Ausgeübte Jobs verlängern
  • Das Wort „Arbeitslosigkeit“ durch „Weiterbildung“ ersetzen.

Mut zur Lücke statt Mut zur Lüge

Wer für sich effektiv wirbt, stellt sich ins beste Licht. Das Aufhübschen stellenrelevanter Details gehört zu diesen erlaubten Darstellungsformen. Eine Reise kann in der Tat als Kulturtrip aufgewertet werden. Vorausgesetzt die Reise fand statt. Dann basiert die Darstellung auch auf einem wahren Ereignis – und ist erlaubt. Wer allerdings seinen ausgeübten Job verlängert,  verändert die – zeitlichen – Tatsachen. Er vergrößert willkürlich seine Berufserfahrung (immerhin eine Kategorie für die Gehaltseinstufung). In anderen Wort: Die Person lügt,
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Models sind die besseren Banker

Das Playmate des Monats  kommt aus Legoland

Mein Geburtsort Günzburg ist 700 Kilometer von meiner heutigen Heimat Hamburg entfernt. Aber ich lebte dort die ersten zweieinhalb Jahrzehnte meines Lebens, weshalb ich immer noch mit einem gewissen Interesse die Neuigkeiten aus der kleinen Stadt verfolge, die überregional vor allem als Legoland Deutschland bekannt ist.

Seit heute ist Günzburg aber auch die Heimat des aktuellen Playmate des Monats.
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