Gut vernetzt bewirbt es sich leichter

Netzwerken scheint verpönt. In meinem Beratungsalltag stelle ich immer wieder fest, dass meine Klienten gehemmt wirken, wenn ich Sie dazu animiere, auch Ihre Kontakte für die Bewerbungsstrategie zu nutzen. Sie fühlen sich offenbar, als würden sie um einen Job betteln.

Arbeitgeber haben diese Vorbehalte offenbar nicht. Es ist – vor allem in großen Unternehmen – mittlerweile üblich, sogar Prämien zu bezahlen, wenn Mitarbeiter neue Kollegen werben. Arbeitgeber machen so Ihre Belegschaft zu einer Schar von Headhuntern, weil sie wissen, dass das eigene Personal den Stallgeruch, die Aufgaben und die dafür erforderlichen Kompetenzen am Besten einschätzen können
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Computer sind doof

Seit der Mensch aufrecht geht, versucht er sich von unliebsamer Arbeit zu entledigen. Das ist bei jedem einzelnen beobachtbar (wir nutzen Computer, Waschmaschinen, Internet) und natürlich auch bei den Unternehmen (sie nutzen Computer, Melkmaschinen, Internet). Der immerfort währende Strukturwandel vernichtet Jobs auf der einen Seite (Melker, Hutmacher, Kupferstecher,…) und schafft neue auf der anderen (Melkmaschinenbauer, Produktentwickler, Social-Media-Experten).

Der Mensch denkt, der Computer lenkt

Alle Tätigkeiten, die man in irgendeiner Weise automatisieren und programmieren kann, sind dem Untergang geweiht. Was überlebt,
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Netzwerken ist kein Selbstzweck

Die Glöckchen klingen derzeit wieder – vor allen im den Postfächern. Zu Massen gehen Weihnachtglückwünsche per SMS, WhatsAPP oder E-Mail ein. Manchmal ist es schwer, die wertschätzenden Grüße vom SPAM zu unterscheiden.

Pech für die, die rund um Weihnachten auch noch Geburtstag haben: Bei denen verdoppelt sich das Glückwunschaufkommen mal schnell.

Die Plumpheit des Netzwerkens

Die Technik der sozialen Medien macht es einem aber auch leicht. An aktuelle Geburtstage wird man bei Xing, Facebook und Co. ja auch bei jedem Login erinnert. Der effektive User hat für solche Zwecke schon ein Textbausteinarchiv angelegt.
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Der Bewerbungsberater warnt….

…vor schlechten Bewerbungsratgebern, und zwar folgendem: Diese Trickersereien sind bei Bewerbungen erlaubt.

Konkret warne ich vor den letzten beiden Tipps im Video (im Übrigen ein arger Euphemismus für diese unkreative Collage von Symbolbildern):

  • Lücke im Lebenslauf? Ausgeübte Jobs verlängern
  • Das Wort „Arbeitslosigkeit“ durch „Weiterbildung“ ersetzen.

Mut zur Lücke statt Mut zur Lüge

Wer für sich effektiv wirbt, stellt sich ins beste Licht. Das Aufhübschen stellenrelevanter Details gehört zu diesen erlaubten Darstellungsformen. Eine Reise kann in der Tat als Kulturtrip aufgewertet werden. Vorausgesetzt die Reise fand statt. Dann basiert die Darstellung auch auf einem wahren Ereignis – und ist erlaubt. Wer allerdings seinen ausgeübten Job verlängert,  verändert die – zeitlichen – Tatsachen. Er vergrößert willkürlich seine Berufserfahrung (immerhin eine Kategorie für die Gehaltseinstufung). In anderen Wort: Die Person lügt,
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Quatschgeschichten von einem, der glaubt, das Richtige studiert zu haben

„Lern‘ etwas Vernünftiges“, suche Dir einen Beruf mit Zukunft“, „mach‘ etwas, mit dem Du einmal eine Familie ernähren kannst“. Mal ganz abgesehen davon, dass Vernunft stark im Auge des Betrachters liegt, man über die Zukunft erst im Nachhinein urteilen kann (wenn die Zukunft Vergangenheit geworden ist)  und man auch als Auftragskiller nicht schlecht verdient, sind das typische Eltern- (oder auch Älteren) Ratschläge. Sie werden umso vehementer erteilt, je unglücklicher die Ratgeber mit ihrem eigenen Leben sind („du sollst es einmal besser haben). Blinde geben Tipps in Sachen Farbe.

Man muss nicht alt sein, um altklug zu sein

Der aktuellste Beitrag aus der Kategorie Alt-Klug-Scheißerei stammt von dem 24-jährigen Filipp Piatov und wurde in der Welt abgedruckt.
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Die neue Gefahr der Personalplanung: Der Mann

Man stelle sich vor, die Bundeskanzlerin Angela Merkel beschließt heute, sich beruflich umzuorientieren. Sie wäre für viele Arbeitgeber gar keine so schlechte Wahl. Als Physikerin mit Doktortitel verfügt sie über eine begehrte Qualifikation und mit ihren 60 Jahren ist sie auch aus dem gebärfreudigen Alter raus. Das schafft den Personalentscheidern beruhigende Rahmenbedingen bei Vorstellungsgesprächen.

Ganz anders hätte das seinerzeit zum Beispiel bei Jean Pütz ausgesehen, der mit 74 Jahren noch Vater geworden ist.
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