Mut zum Scheitern

Der Job war schon so gut wie sicher. Der Arbeitsvertrag zwischen dem Firmenchef und seinem neuen Key Account Manager schien nur noch eine Formsache zu sein. Und da der Inhaber des seit Generationen im Familienbesitz befindlichen Unternehmens auch zu seinen Mitarbeitern ein familiäres Verhältnis pflegte, bot er an: „Kommen Sie doch zur Unterzeichnung des Vertrags heute abend zu mir. Wir begießen den Vertrag bei einem schönen Essen. Ich lade Sie gerne ein. Bringen Sie doch auch Ihre Frau mit.“ Der Bewerber bedankte sich höflich für die Einladung, die er auch sehr gerne annehmen wollte – allerdings ohne Frau, denn er lebte zu der Zeit gerade in Scheidung.
Das war’s dann mit dem Job. Denn der Unternehmer war ein gläubiger Mann, für den Scheidung eine große Sünde bedeutete. Sünder stellt er nicht ein.
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